MediatorInnenFranke Renate



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Interview von Renate Franke, MA

F: Was hat Sie bewogen, gerade Ihren Beruf zu ergreifen?

Ich bin seit vielen Jahren in der Erwachsenenbildung tätig und habe dabei auch oft direkt und v.a. indirekt mit Konflikten zu tun gehabt, weswegen ich mich für verschiedene Lösungsmöglichkeiten zu interessieren begonnen habe. Schließlich habe ich mich dazu entschlossen, eine MediatorInnenausbildung zu machen, worüber ich heute sehr froh bin, weil diese auch mir persönlich sehr viel gebracht hat.

F: Welche besonderen Fähigkeiten sind Ihrer Meinung nach in Ihrem Beruf gefordert?

Besonnenheit, Empathie, Menschenliebe, Unvoreingenommenheit, ...

F: Weshalb haben Sie sich gerade für Ihre Arbeitsschwerpunkte entschieden?

Schule:
weil es dort oft zu Missverständnissen kommt, die ausgeräumt werden sollen.
weil ich seit einiger Zeit Peer-Mediationsprojekte in Schulen institutionalisiere.

Familie:
weil es gerade in diesem Bereich wichtig ist, Konflikte so zu lösen, damit ein weiteres Miteinander möglich ist.

Nachbarschaft:
weil auch hier die Konfliktparteien weiterhin miteinander auskommen müssen und daher beide/alle Parteien an der Konfliktlösung interessiert sind und in der Folge hinter der Lösung eine Konfliktes stehen müssen.

Interkulturelle Konflikte:
weil dies ein besonders sensibler Bereich ist, in dem durch mehr Verständnis füreinander und für andere Kulturen sehr viele Konflikte lösbar sind und auch vermeidbar wären.

Patienten- und Angehörigensituation:
weil gerade in diesem Bereich viele Menschen durch die Umstände sehr belastet sind und es wichtig ist, möglichst schnell gute Lösungen für - meist als Begleiterscheinung der Situation - auftretende Konflikte zu finden.


F: Was erachten Sie als Ihren bisher größten beruflichen Erfolg?

Die erfolgreiche Einführung von Streitschlichtung durch die Schüler selbst (Peer-Mediation) an einer Volksschule.

F: Wodurch glauben Sie, könnten die Menschen vermehrt für Ihre Dienstleistungen interessiert werden?

Durch das Bewusstmachen, dass man im Rahmen einer Mediation die passenden Lösungen selbst sucht/findet und nicht von einem Dritten gezwungen wird, etwas zu machen, was einem eventuell sogar widerstrebt, wie dies bei vielen Gerichtsurteilen der Fall ist.

F: Arbeiten Sie auch mit BerufskollegInnen oder mit ProfessionistInnen aus anderen Berufsgruppen zusammen?

Zur Zeit nicht.

F: Bieten Sie auch selbst Veranstaltungen an (Seminare, Workshops, Gruppen, Vorträge usw.)?

Bisweilen mit einer Kollegin, die Seminare zum Thema 'Ärger war gestern' abhält.

F: Welches Ziel wollen Sie in Ihrem Beruf noch erreichen?

Möglichst viele Mediationen so zu Ende zu führen, dass alle Beteiligten damit zufrieden sind und die erzielten Vereinbarungen es möglich machen, nachhaltig gut damit zu leben.

F: Was bedeutet für Sie Glück?

Wenn ich mit meiner momentanen Situation voll und ganz zufrieden bin, mich auf Neues freue und es allen gut geht, die mir persönlich nahe stehen.

F: Wenn Sie die berühmte "Gute Fee" nach drei Wünschen fragen würde, welche würden Sie äußern?

Momentan hätte ich nur EINEN Wunsch: Alles möge noch möglichst lange so bleiben, wie es jetzt gerade ist.

F: Welche drei Gegenstände würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?

zwei dicke, noch ungelesene Bücher und ein Fotoalbum mit den Bildern all jener, die mir viel bedeuten.

F: Was ist Ihr Lebensmotto?

Genieße den Augenblick!

Fach-Interview von Renate Franke, MA

F: Was ist Mediation?

Mediation (lat. Wort für „Vermittlung“) ist ein freiwilliges Verfahren zur Beilegung oder Vermeidung eines Konfliktes.
Mediation bietet daher die Möglichkeit, den Konflikt durch einen neutralen Vermittler/eine neutrale Vermittlerin in eine konstruktive und zielführende Richtung zu lenken.
Mediation ist zukunfts- und konsensorientiert.

Aufgabe des Mediators/der Mediatorin:
Der Mediator/die Mediatorin
· trägt die Verantwortung für den Ablauf des Verfahrens.
· ist allparteilich, das heißt, neutral und beiden Seiten gleichermaßen zugewandt.
· unterstützt die Gesprächsparteien in der Erarbeitung von Lösungen.
· schafft die Voraussetzung dafür, dass die Parteien zu einer Lösung kommen, die sie selbst als fair und gerecht empfinden.
· behandelt den Inhalt der Verhandlungen vertraulich und unterliegt der gesetzlichen Schweigepflicht.
· ist weder Psychotherapeut, noch Berater, noch Schiedsrichter, sondern unabhängiger Leiter der Verhandlungen.


Vorteile einer Mediation:
Ihr Vorteil liegt darin, dass

Problempunkte in einem vertraulichen und geschützten Rahmen offen angesprochen werden können.

nach Lösungen gesucht wird, mit denen alle Beteiligten zufrieden sind und die dann auch tragfähig für die Zukunft werden können.

die Beteiligten das Tempo und den Verlauf des Verfahrens selbst bestimmen können.
die Lösungen von den Beteiligten selbst gefunden und nicht von einem Dritten aufgezwungen werden.

Mediation gesetzlich als Mittel der Streitbeilegung anerkannt ist und die Ergebnisse somit rechtsgültig sind.

sich die Parteien oft langwierige Zivilprozesse und Geld ersparen.

man dem Gegenüber danach in die Augen sehen kann und einem das Gegenüber in die Augen sieht.


F: Was sind die Voraussetzungen, damit eine Mediation erfolgreich sein kann?

Die Konfliktparteien müssen freiwillig an der Mediation teilnehmen. Sie sollen sich dessen bewusst sein, dass sie selbst die Verantwortung für den Ausgang tragen, weil sie selbst eine Lösung finden dürfen/sollen. Eine Mediation kann nur dann erfolgreich sein, wenn alle Beteiligten offen und ehrlich miteinander umgehen und wirkliich eine Lösung des Konfliktes anstreben.





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